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Rasseporträt

Der Golden Retriever

Freundlich, lernfreudig und eine echte Wasserratte: Was diese Rasse ausmacht, woher sie kommt – und ob sie zu Ihnen passt.

Wesen

Ein Freund für alle Fälle

Der Golden Retriever gilt als ausgeglichen, menschenbezogen und ausgesprochen freundlich – gegenüber seiner Familie ebenso wie gegenüber Fremden und anderen Hunden. Als Wachhund taugt er deshalb kaum.

Gezüchtet wurde er, um geschossenes Wild unversehrt zu apportieren. Daher stammen sein "weiches Maul", seine Freude am Tragen und Bringen und der viel zitierte will to please: Er arbeitet gerne mit seinem Menschen zusammen.

  • Menschenbezogensucht die Nähe seiner Familie
  • Lernfreudiglässt sich mit Geduld und Freundlichkeit gut erziehen
  • Wasserrattekaum ein See, der vor ihm sicher ist
  • Apportierfreudigbringt mit Begeisterung alles, was er tragen kann

Herkunft

Aus den schottischen Highlands

  1. Auf seinem Landsitz Guisachan in Schottland verpaart Lord Tweedmouth den gelben Retriever-Rüden "Nous" mit der Tweed-Water-Spaniel-Hündin "Belle". Ihr Wurf gilt als Ursprung der Rasse.

  2. Die gelben Retriever bewähren sich bei der Jagd im Hochland und am Wasser und werden gezielt weitergezüchtet.

  3. Der britische Kennel Club erkennt die Rasse an – zunächst noch als "Retriever (Golden or Yellow)".

  4. Einer der beliebtesten Familienhunde weltweit, dazu geschätzt als Assistenz-, Therapie- und Rettungshund.

Steckbrief

Auf einen Blick

FCI-StandardNr. 111Gruppe 8, Apportier-, Stöber- und Wasserhunde
UrsprungGrossbritannienSchottland, 19. Jahrhundert
Rüden56–61 cmWiderristhöhe
Hündinnen51–56 cmWiderristhöhe
FellGold bis Cremeglatt oder gewellt, mit dichter Unterwolle
Lebenserwartung10–12 Jahrebei guter Gesundheit oft auch mehr
Junger Golden Retriever auf einem Bergweg

Alltag

Was ein Golden braucht

Bewegung und Beschäftigung

Tägliche Spaziergänge genügen ihm nicht ganz: Er will auch den Kopf anstrengen. Suchspiele, Apportieren oder Dummytraining entsprechen seiner ursprünglichen Aufgabe und machen ihn zufrieden.

Fellpflege

Regelmässiges Bürsten hält das Fell schön und reduziert die Haare in der Wohnung – zweimal im Jahr, beim Fellwechsel, besonders gründlich.

Gesundheit

Seriöse Züchterinnen und Züchter lassen Hüfte und Ellbogen röntgen (HD/ED), die Augen untersuchen und genetische Tests machen. Fragen Sie beim Welpenkauf danach.

Passt er zu mir?

Häufige Fragen

Ist der Golden Retriever ein Anfängerhund?

Er gilt als vergleichsweise unkompliziert und verzeiht Fehler eher als andere Rassen. Eine gute Hundeschule lohnt sich trotzdem – gerade in der Junghundezeit.

Kann er allein bleiben?

Ein paar Stunden lernt er, wenn man es behutsam übt. Als ausgesprochener Familienhund leidet er aber, wenn er regelmässig den ganzen Tag allein ist.

Passt er in eine Wohnung?

Ja, sofern er ausreichend Auslauf und Beschäftigung erhält. Wichtiger als die Grösse der Wohnung ist die Zeit, die man ihm widmet.

Woran erkenne ich eine seriöse Zucht?

An Gesundheitsnachweisen beider Elterntiere, an Welpen, die in der Familie aufwachsen, und an einer Zucht nach den Richtlinien eines anerkannten Rasseklubs – in der Schweiz etwa des Retriever Club Schweiz unter der SKG.